<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-7068562773482949589</id><updated>2012-02-15T22:44:16.070-08:00</updated><title type='text'>Alter   Eros   Tod</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://altererostod.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>H.M.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03771723542803715063</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='30' src='http://3.bp.blogspot.com/-JMTL5T5EesY/Tj_J3T_EInI/AAAAAAAAAfw/i3QuZYGLGUc/s220/08082011sz.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>17</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7068562773482949589.post-6319032443292072223</id><published>2011-11-21T02:48:00.000-08:00</published><updated>2011-11-21T02:48:50.789-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;em&gt;Ich habe die folgende Geschichte als kleines Mädchen geliebt. Immer wieder mussten meine Erwachsenen sie mir vorlesen... bis ich sie dann irgendwann selbst lesen konnte. Das Märchenbuch, "mein Schatz", habe ich heute noch und je älter ich werde, um so lieber schmökere ich wieder darin. Es ist mir wohlig heimatlich dabei.&lt;/em&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt 2.85pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;strong&gt;Der alte Großvater und sein Enkel&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-5NmfLM4rH7U/TsosEuvGwEI/AAAAAAAAAn0/mYDbocjqXDM/s1600/Enkel.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://1.bp.blogspot.com/-5NmfLM4rH7U/TsosEuvGwEI/AAAAAAAAAn0/mYDbocjqXDM/s320/Enkel.jpg" width="240" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt 2.85pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Es war einmal ein steinalter Mann, dem waren die Augen trüb geworden, die Ohren taub, und die Knie zitterten ihm. Wenn er nun bei Tische saß und den Löffel kaum halten konnte, schüttete er Suppe auf das Tischtuch, und es floß ihm auch etwas wieder aus dem Mund. Sein Sohn und dessen Frau ekelten sich davor, und deswegen mußte sich der alte Großvater endlich hinter den Ofen in die Ecke setzen, und sie gaben ihm sein Essen in ein irdenes Schüsselchen und noch dazu nicht einmal satt; da sah er betrübt nach dem Tisch und die Augen wurden ihm naß.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt 2.85pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Einmal auch konnten seine zittrigen Hände das Schüsselchen nicht festhalten, es fiel zur Erde und zerbrach. Die junge Frau schalt, er sagte nichts und seufzte nur. Da kaufte sie ihm ein hölzernes Schüsselchen für ein paar Heller, daraus mußte er nun essen. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt 2.85pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Wie sie da so sitzen, so trägt der kleine Enkel von vier Jahren auf der Erde kleine Brettlein zusammen. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt 2.85pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;»Was machst du da?« fragte der Vater. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt 2.85pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;»Ich mache ein Tröglein«, antwortete das Kind, »daraus sollen Vater und Mutter essen, wenn ich groß bin.« &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt 2.85pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Da sahen sich Mann und Frau eine Weile an, fingen endlich an zu weinen, holten alsofort den alten Großvater an den Tisch und ließen ihn von nun an immer mitessen, sagten auch nichts, wenn er ein wenig verschüttete.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt 2.85pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial; font-size: x-small;"&gt;&lt;em&gt;(Gebrüder Grimm)&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7068562773482949589-6319032443292072223?l=altererostod.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://altererostod.blogspot.com/feeds/6319032443292072223/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2011/11/ich-habe-die-folgende-geschichte-als.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/6319032443292072223'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/6319032443292072223'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2011/11/ich-habe-die-folgende-geschichte-als.html' title=''/><author><name>H.M.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03771723542803715063</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='30' src='http://3.bp.blogspot.com/-JMTL5T5EesY/Tj_J3T_EInI/AAAAAAAAAfw/i3QuZYGLGUc/s220/08082011sz.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-5NmfLM4rH7U/TsosEuvGwEI/AAAAAAAAAn0/mYDbocjqXDM/s72-c/Enkel.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7068562773482949589.post-6521597406018454014</id><published>2011-10-29T10:17:00.000-07:00</published><updated>2011-10-29T10:17:12.471-07:00</updated><title type='text'>Zahlentanz</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt 2.85pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Ich möchte mein Leben nicht noch einmal wiederholen. Da gibt es nicht viel, was ich heute anders machen würde. Eigentlich gab es in der Rückschau in den letzten Tagen nur eines: Ich würde heute lieber Jura denn Pädagogik und all die anderen Fächer studieren. An diesem Entscheidungspunkt damals hätte ich mir Menschen an&amp;nbsp;meiner Seite gewünscht, denen ich sowohl hätte vertrauen als auch hätte zuhören können. Menschen, die mich ermutigt und, ja auch, darin unterstützt hätten, meinem eigentlichen Wunschstudium &lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;trotz materieller Ängste nachzugehen. Nun, dem war nicht so und die rückbezügliche Nachdenklichkeit darob hält sich in Grenzen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt 2.85pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Trotzdem ist eine Traurigkeit ab und an vorhanden. Sie speist sich aus dem immer öfters ins Bewusstsein vordrängelndem Wissen um die Endlichkeit meiner Lebenszeit, das sich nun auch noch mit den von mir immer mit leichter Abneigung beäugten Zahlen verbündet. Nochmal sechzig, siebzig Jahre werden es nicht sein, sogar die fünfundfünfzig ist eher unwahrscheinlich. Vierzig, ja, die wären machbar. Vielleicht. Eher wohl eine Drei plus irgendwas. Diese Zahlen hüpfen immer öfters durch mein Gemüt, umflattern und pieksen mich auf eine mir bisher unbekannte Art und Weise. Zahlenteufelchen. Ich brauche einen Bannspruch dagegen.&amp;nbsp;&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt 2.85pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Ein Teil von mir weiß ja die Zutaten dazu: Im Hier und Jetzt sich aufzuhalten und dem Zukünftigen und Vergangenen weniger Bedeutung zuzumessen. Aber, dies sagt sich so leicht dahin, wenn der Körper immer mal wieder mit Befindlichkeitsstörungen der neuen Art auf seinen langsamen Verfall aufmerksam macht und um Gehör bittet. Schwupps bin ich drin in der Zahlenfalle. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt 2.85pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Ich könnte ihnen auch Röckchen und Kleider anziehen, den Zahlen. Komische Masken aufsetzen und sie eine Dachbodenpolka vorführen lassen. Ja, sie sollen mich erheitern und nicht ärgern. Sie sollen tanzen und kichern und sich bunt chaotisch mischen und gemeinsam mit mir lachen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7068562773482949589-6521597406018454014?l=altererostod.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://altererostod.blogspot.com/feeds/6521597406018454014/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2011/10/zahlentanz.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/6521597406018454014'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/6521597406018454014'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2011/10/zahlentanz.html' title='Zahlentanz'/><author><name>H.M.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03771723542803715063</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='30' src='http://3.bp.blogspot.com/-JMTL5T5EesY/Tj_J3T_EInI/AAAAAAAAAfw/i3QuZYGLGUc/s220/08082011sz.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7068562773482949589.post-6409974047574138168</id><published>2011-10-19T04:29:00.000-07:00</published><updated>2011-10-19T04:33:18.371-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Johanna rennt&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Es ist irgendwie hypnotisch. So beruhigend. Als ob man ganz für sich wäre, ganz bei sich.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Johanna liebt diesen Moment. Den Moment, in dem man sich hinweg gesetzt hat über die schmerzenden Muskeln, der Moment der Entscheidung. Ich kann nicht mehr, ich muss aufhören, nein, ich kann…ich will..mich überwinden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Diesmal hat Johanna über ihren Körper gesiegt und nun fliegt sie: Es rauscht in ihrem Kopf. Sie ist frei, befreit vom schmerzenden Körper, frei von allem. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Johanna rennt. Johanna ist schon immer gerannt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Wenn sie gestresst war, traurig, wütend oder fröhlich, Johanna rannte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Ihre Kinder, ihr harter Job, alle Verpflichtungen, nichts hat Johanna jemals wegbringen können vom Laufen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Doch nun ist es ihr Laufpartner, der sie bremst.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;„Es reicht jetzt“ sagt er und nimmt sie am Arm.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Sie betrachtet, ohne anzuhalten, seine Hand auf ihrem Arm .Langsam erwacht sie aus der Trance, in die sie das Laufen versetzt. Ein Teil von ihr sträubt sich gegen dieses Aufwachen, gegen das Zurückkehren..&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Sie betrachtet immer noch die Hand auf ihrem Arm:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;„Komm, halt an, bitte“ sagt ihr Laufpartner.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Sie dreht den Kopf, um ihn anzusehen. Er ist hübsch, finde sie.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Sie kennt ihn, Er läuft jeden Tag mit ihr. Warum nur fällt ihr sein Name nicht ein?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Verwirrt bremst sie ab.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;„Entschuldigung“ Sie ist noch etwas außer Atem, das Wort auszusprechen verursacht Luftnot.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;„Ent-schul-di-gung“ sagt sie erneut, langsam, mit tiefen Atemzügen zwischen den Silben&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;„Wie war nochmal dein Name?“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Der junge Mann seufzt tief.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;„Ich bin Stefan, Oma, ich bin dein Enkel“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Johanna muss lachen. Offensichtlich will der hübsche Läufer sie für dumm verkaufen. Sie ist doch kaum älter als er.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;„Enkel! Stefan, hör doch auf! Ein Ekel bist du, Eeee-kel, sowas zu sagen!“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Immer noch lachend will sie seine Hand wegschieben, die auf ihrem Arm liegt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Dabei sieht sie es. Seine Hand, ihre Hand darüber.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Johanna schreit entsetzt auf.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Das kann doch nicht ihre Hand sein!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Was um Gottes Willen ist mit ihrer Hand passiert?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Kaltes Entsetzen greift ihr ans Herz.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Der junge Mann…wie war noch gleich sein Name…führt sie zu einer Bank.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Dort sitzt Johanna und betrachtet weinend ihre Hände. Diese knotigen, fleckigen, alten Hände, die sich anfühlen wie Pergament.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Stefan kennt das schon. Es passiert jeden Tag, manchmal sogar stündlich. Besonders schlimm ist das Erwachen aber immer nach dem Laufen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Johannas Kinder verstehen nicht, das Stefan noch immer mit ihr läuft, wo sie doch danach jedes Mal ganz außer sich ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Doch Stefan ist Läufer mit Leib und Seele, er weiß, was Johanna beim Laufen fühlt, und er glaubt, das ist alles, was sie noch hat, was sie wirklich glücklich macht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Seine Mutter, Johannas älteste Tochter, sagt immer, das Johanna sicherlich eines Tages beim Laufen tot umfallen würde und das es gänzlich unverantwortlich von Stefan sei, mit einer 85jährigen solchen Unfug zu veranstalten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Stefan denkt, es sei nicht das schlechteste, was seiner Oma passieren könnte. Beim Laufen tot umzufallen. In dem Moment, in dem sie frei ist, frei von ihrem für ihr Alter erstaunlich fitten Körper. Frei von der Verwirrtheit, von der Angst, in die sie ihr von Alzheimer zerfressenes Gehirn versetzt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;„Ich will nach Hause. Die Kinder müssen ins Bett und Oskar braucht sein Abendessen“ jammert Johanna.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Stefan nimmt sie in den Arm.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;„Omi, die Kinder sind groß. Deine Ute ist meine Mama, sie ist fast 60. Dein Mann ist vor 4 Jahren gestorben, Omi.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Es muss grausam sein, denkt Stefan, jeden Tag aufs Neue den Mann zu verlieren. Jeden Tag von dieser Nachricht das Herz zerrissen zu bekommen. Manchmal überlegt er, ob er nicht einfach sagen soll, ja, gehen wir nach Hause zu Oskar und den Kindern. Sie hätte eh schon wieder alles vergessen, wenn sie ankämen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Doch er will sie nicht belügen, seine Oma. Er will sie nicht belügen, nur weil sie alt ist und ihr Hirn nicht mehr funktioniert.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Deswegen erzählt er ihr immer das Gleiche. Jeden Tag. Manchmal sogar stündlich. Die Wahrheit.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Johanna trocknet ihre Tränen mit einem Stofftaschentuch, das Oskar , ihrem Mann , gehört hat.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;„Oh“ sagt sie. „Ich muss es waschen. Oskars Lieblingstaschentuch. Er möchte es sicher zur Arbeit mitnehmen. Sagen sie, junger Mann, das Wetter ist so schön heute, wollen wir nicht ein bisschen laufen?“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Sie zwinkert kokett, und er muss lachen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Johanna rennt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Stefan wünscht ihr nochmal den Moment. Den Moment in dem sie frei ist. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt 2.85pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;em&gt;© Mondendingens&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7068562773482949589-6409974047574138168?l=altererostod.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://altererostod.blogspot.com/feeds/6409974047574138168/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2011/10/es-ist-irgendwie-hypnotisch.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/6409974047574138168'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/6409974047574138168'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2011/10/es-ist-irgendwie-hypnotisch.html' title=''/><author><name>H.M.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03771723542803715063</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='30' src='http://3.bp.blogspot.com/-JMTL5T5EesY/Tj_J3T_EInI/AAAAAAAAAfw/i3QuZYGLGUc/s220/08082011sz.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7068562773482949589.post-5670661139610416392</id><published>2011-09-10T02:15:00.000-07:00</published><updated>2011-10-19T03:25:30.705-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;div class="MsoNoSpacing" style="margin: 0cm 0cm 0pt 2.85pt; text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Egal wo ich hingehe &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="margin: 0cm 0cm 0pt 2.85pt; text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Ich nehme mich &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="margin: 0cm 0cm 0pt 2.85pt; text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Immer mit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Gesellschaft &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="margin: 0cm 0cm 0pt 2.85pt; text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Macht mir Freude&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="margin: 0cm 0cm 0pt 2.85pt; text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Sie ist mir &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="margin: 0cm 0cm 0pt 2.85pt; text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Genuss und Bereicherung &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immer noch&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7068562773482949589-5670661139610416392?l=altererostod.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://altererostod.blogspot.com/feeds/5670661139610416392/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2011/09/egal-wo-ich-hingehe-ich-nehme-mich.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/5670661139610416392'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/5670661139610416392'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2011/09/egal-wo-ich-hingehe-ich-nehme-mich.html' title=''/><author><name>H.M.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03771723542803715063</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='30' src='http://3.bp.blogspot.com/-JMTL5T5EesY/Tj_J3T_EInI/AAAAAAAAAfw/i3QuZYGLGUc/s220/08082011sz.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7068562773482949589.post-9058297917429480043</id><published>2011-06-10T01:30:00.000-07:00</published><updated>2011-10-19T03:30:55.143-07:00</updated><title type='text'>Alter und Altern</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Auch wenn man Statistiken misstraut und den jeweiligen, oft durch tagespolitische Interessen geprägten,&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Interpretationen derselben eher kritisch gegenüber steht, so bleibt es eine Tatsache: Unsere bisherigen Vorstellungen von Altern und Alter sind überlebt und zukunftsweisende, nachhaltige Antworten auf die sich daraus ergebenden Fragen sind Mangelware. Viele Junge können und viele Alten wollen nicht über einen Lebensabschnitt sprechen, der zwar demographisch aufbereitet, wissenschaftlich eingekreist, aber immer noch gesellschaftlich und individuell tabuisiert wird und oft mit versteckter oder offener Aggression und Abwehr belegt ist. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;  &lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Alt ist jedoch kein Schimpfwort und keine ansteckende Krankheit. Alt wird jeder, der nicht jung stirbt. Umso seltsamer erscheint dann doch die in der gesamten Gesellschaft latent vorhandene Altersfeindlichkeit, die sich beispielhaft in Sprache ausdrückt. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Da ist unter anderem die Rede von „überalterter Gesellschaft“, von der „tickenden demografischen Zeitbombe“, von „Altenlast“ und „Restlebenserwartung“ und man zittert allerorts vor der bald herab sausenden „Seniorenlawine“.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;In der Mehrheit solcher Begriffe und Aussagen spiegelt sich eine negative Einstellung zum Altern und zu älteren Menschen wider, die vom Defizitmodell des Alterns, von der Angst vor gesellschaftlichen Veränderungen und von der Verweigerung der Akzeptanz der Endlichkeit des eigenen Lebens gespeist und geprägt wird. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;In Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche und weltweiter Umstrukturierungen sind all diese Ängste und Abwehrhaltungen verständlich. Sie sind jedoch sowohl für die Gesellschaft als auch für den Einzelnen kontraproduktiv, da sie den Blick auf das Wesentliche verhindern: Die zunehmende Lebenserwartung ist eine Chance für den einzelnen Menschen und für die Gesellschaft, da sie eine Vielzahl an bisher nicht genutzten Ressourcen sowohl in Bezug auf Erfahrungen, Wachsen, Veränderungen als auch an Wissen, Kompetenz und Kreativität freisetzt. Diese Potentiale zu fördern und zu nutzen setzt ein Umdenken und einen (ab jetzt für Zukünftiges schon in jungen Jahren angelegten) Perspektivwechsel in den Köpfen aller voraus.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Wir, sowohl die Jungen, als auch die Alten, müssen wieder lernen, das Altern und Alter etwas ist, das dem Leben selbstverständlich zugehörig ist. Nicht aus Mitleid für die jetzigen Alten, nicht aus falsch verstandenen humanitären, aufgesetzten Gründen, nicht um einem verquerten „Gutmenschsein“ zu frönen, sondern aus ganz egoistischen, überlebensnotwendigen Überlegungen: Nur im Dialog der Generationen, nur im Miteinander, nur im gemeinsamen Lernen, Lehren, Austauschen und Tun werden wir die Lösungen finden, die uns und diese Welt vielleicht gesunden lassen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7068562773482949589-9058297917429480043?l=altererostod.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://altererostod.blogspot.com/feeds/9058297917429480043/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2011/06/alter-und-altern.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/9058297917429480043'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/9058297917429480043'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2011/06/alter-und-altern.html' title='Alter und Altern'/><author><name>H.M.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03771723542803715063</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='30' src='http://3.bp.blogspot.com/-JMTL5T5EesY/Tj_J3T_EInI/AAAAAAAAAfw/i3QuZYGLGUc/s220/08082011sz.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7068562773482949589.post-5758555331129650764</id><published>2011-03-06T03:05:00.001-08:00</published><updated>2011-03-06T03:05:46.066-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Ich habe mir den Organspendeausweis zuschicken lassen und sitze zum Ausfüllen davor. Und da passiert doch etwas Komisches: Unruhe, Ängstlichkeiten, Unsicherheit - ein konkretes Denken über meinen Körper, wenn ich ihn nicht mehr bewohnen werde, erscheint auf einmal seltsam schwierig. So als würde ich durch zähen Schlamm wandern und alle Bilder seien verschwommen und grauingrau. Es fühlt sich an, wie eine Furcht, die von ganz, ganz tief unten kommt und älter ist als 54 Jahre. Sehr spannend, sehr aufwühlend und völlig überraschend. Wie schön, ich finde immer noch überraschend Neues in mir :-)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7068562773482949589-5758555331129650764?l=altererostod.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://altererostod.blogspot.com/feeds/5758555331129650764/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2011/03/ich-habe-mir-den-organspendeausweis.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/5758555331129650764'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/5758555331129650764'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2011/03/ich-habe-mir-den-organspendeausweis.html' title=''/><author><name>H.M.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03771723542803715063</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='30' src='http://3.bp.blogspot.com/-JMTL5T5EesY/Tj_J3T_EInI/AAAAAAAAAfw/i3QuZYGLGUc/s220/08082011sz.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7068562773482949589.post-7987479968550145624</id><published>2011-01-23T02:48:00.001-08:00</published><updated>2011-01-23T02:51:55.674-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Mit fast 55 Jahren stelle ich überrascht fest, dass die Energien für grundlegende Neuanfänge tiefer in mir vergraben scheinen als in früheren Jahren und der Zugang zu ihnen beschwerlicher. Zum ersten Mal in meinem Leben huschen mir Gedanken wie „Das schaffe ich nicht noch einmal“ oder  „Du solltest dies und das nicht aufgeben, denk doch an die kommenden Jahre, wenn du nicht mehr so gut laufen, sehen, hören, körperlich mithalten kannst“ durch Kopf und Gemüt.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Kompromisse winken verführerischer als noch vor einiger Zeit und es kostet mehr Kraft aufgrund des jetzigen Befindens und nicht aufgrund ängstlich vermuteter kommender Ereignisse meine Entscheidungen zu treffen. Ich empfinde dies vage beunruhigend und mir fremd. Trotzdem ist es plötzlich da und ich muss mich immer öfters über den Verstand dazu bringen im Jetzt zu bleiben und nur das Jetzt zur Grundlage meiner Entscheidungen zu machen. Es breitet sich so eine seltsame, bisher unbekannte und noch unkontrollierbare Ängstlichkeit in mir aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies betrifft auch und gerade Beziehungen -&gt; Sollte man in „meinem Alter“ nicht zufrieden sein mit den gewachsenen Partnerschaften und eingeschliffene Verletzungen gelassen als geringen Preis für verlässliche Sicherheit und grundlegende emotionale Versorgung hinnehmen? Phasen des Alleinseins nicht mehr riskieren, obwohl es hier und dort und da nicht passt und zwickt? Sich mit den bekannten und wohldosierten Sinnlichkeiten begnügen, weil besser als gar nix ist das allemal?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Och, das ist so schön bequem und auch gesellschaftlich korrekt. Das tut richtig weh in seiner Behäbigkeit, eingebettet in allgemein wohlwollender Akzeptanz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch was ist mit dem Hunger und der Gier nach neuer, fremder Haut, Gerüchen, Klängen, Worten? Was ist mit der grummelnden Sehnsucht nach der Magie des Beginnens? Was ist mit all den Träumen und Sehnsüchten, die ja doch noch recht lebendig und fordernd durch mein Gemüt und meine Seele hopsen? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nöh, ich will mich diesem sich schleichend einschleichenden „Zufrieden sein müssen“ noch nicht ergeben. Lasst uns in vierzig Jahren noch mal drüber reden. Punkt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7068562773482949589-7987479968550145624?l=altererostod.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://altererostod.blogspot.com/feeds/7987479968550145624/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2011/01/mit-fast-55-jahren-stelle-ich.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/7987479968550145624'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/7987479968550145624'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2011/01/mit-fast-55-jahren-stelle-ich.html' title=''/><author><name>H.M.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03771723542803715063</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='30' src='http://3.bp.blogspot.com/-JMTL5T5EesY/Tj_J3T_EInI/AAAAAAAAAfw/i3QuZYGLGUc/s220/08082011sz.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7068562773482949589.post-3355083365635818215</id><published>2011-01-23T01:56:00.000-08:00</published><updated>2011-01-23T01:58:36.965-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>"Wenn ich mal 80 bin und meine Partnerin tatterig meinem Befehl&lt;br /&gt; "Nimm deine Zahnprothese raus, du Schlampe!" artig nachkommt, &lt;br /&gt;dann graut es mir nicht vor der Endlichkeit."&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7068562773482949589-3355083365635818215?l=altererostod.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://altererostod.blogspot.com/feeds/3355083365635818215/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2011/01/wenn-ich-mal-80-bin-und-meine-partnerin.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/3355083365635818215'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/3355083365635818215'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2011/01/wenn-ich-mal-80-bin-und-meine-partnerin.html' title=''/><author><name>H.M.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03771723542803715063</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='30' src='http://3.bp.blogspot.com/-JMTL5T5EesY/Tj_J3T_EInI/AAAAAAAAAfw/i3QuZYGLGUc/s220/08082011sz.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7068562773482949589.post-8493986687715485367</id><published>2010-11-15T02:11:00.001-08:00</published><updated>2011-10-19T03:26:13.151-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;strong&gt;Herbstzeitlose &lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Zeitlos wandelte ich durch all die Jahre. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Sah die Blumen, die Sterne, den Tau, &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;hörte den Wind in den Tannen, &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;lauschte dem Gluckern der Wellen am Strand. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Fand für alles Worte und Bilder, &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;nur für mich selbst, da fand ich sie nicht. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Ein Holpern nur, Wortfetzen, verhüllste Sätze, &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;starre Bilder, glanzlose Strichereien. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Momentaufnahmen im Gegenlicht. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Die Blumen werfen die Blätter nun, &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;der Tau vereist und die Sterne verblassen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Aus dem Wind um das Haus wird ein Orkan, &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;das Meer tobt unbändig über das Land. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Worte versiegen, Bilder verblasen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Gemütlich heimelig ist da gar nichts mehr.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7068562773482949589-8493986687715485367?l=altererostod.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://altererostod.blogspot.com/feeds/8493986687715485367/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2010/11/herbstzeitlose-zeitlos-wandelte-ich.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/8493986687715485367'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/8493986687715485367'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2010/11/herbstzeitlose-zeitlos-wandelte-ich.html' title=''/><author><name>H.M.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03771723542803715063</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='30' src='http://3.bp.blogspot.com/-JMTL5T5EesY/Tj_J3T_EInI/AAAAAAAAAfw/i3QuZYGLGUc/s220/08082011sz.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7068562773482949589.post-3469812782104189712</id><published>2010-11-11T00:14:00.000-08:00</published><updated>2011-10-19T03:26:41.258-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;strong&gt;Wenn die Jahre wechseln&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Ich bin so recht ein armes Weib&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Geschlagen von der Zeit zurzeit&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Sie zwickt mich hier, sie zwackt mich dort&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Die Zeit, sie treibt mich um und fort&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Die Wechseljahre quälen mich&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Bin nicht ganz Fleisch und auch nicht Fisch&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Mal blut ich aus, mal bin ich leer &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Mal heiße Glut, mal eisges Meer.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Ich tanze auf des Wahnsinns Rand&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Bin heiter, sanft, dann kalte Wand&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Hormone schwelgen in der Brust&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Die Lust jetzt Brunst, dann wieder Frust&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Du jammerst, klagst und leidest laut&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Ach Liebchen, wer dich so anschaut&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Der fällt vor Mitleid nicht in Starre:&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Du hast ja noch ganz viele Haare&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Drum, husch, mach dich mal auf geschwind&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Renn jeden Morgen mit dem Wind&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Ess Müsli, Obst und mit Geschick&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Gelingt dir mehr als noch ein Fick&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7068562773482949589-3469812782104189712?l=altererostod.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://altererostod.blogspot.com/feeds/3469812782104189712/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2010/11/wenn-die-jahre-wechseln-ich-bin-so.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/3469812782104189712'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/3469812782104189712'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2010/11/wenn-die-jahre-wechseln-ich-bin-so.html' title=''/><author><name>H.M.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03771723542803715063</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='30' src='http://3.bp.blogspot.com/-JMTL5T5EesY/Tj_J3T_EInI/AAAAAAAAAfw/i3QuZYGLGUc/s220/08082011sz.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7068562773482949589.post-6305225677406999287</id><published>2010-11-09T08:28:00.000-08:00</published><updated>2011-10-19T03:28:35.396-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;strong&gt;Ach Weib&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Als die Brautwerber bei deinem Vater vorstellig wurden &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Saß ich mit Freunden in der Kneipe&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Verspielte die Zeit, anstatt sie dir zu schenken&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Tat beiläufig was eines Mannes Pflicht in erster Nacht&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Deine erfülltest du still in blutlakigem Rot.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Und du bliebst an meiner Seite&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Ich wollte dich, so jung und lebensfroh&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Ganz unten, Zierde meines Hauses&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Wie eine Rose im Kragen meines Jacketts&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Wollte dich zeigen und dann verschließen&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Aus meinen Gedanken und meinen Plänen&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Und du bliebst an meiner Seite&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_0tJqpW_rrpM/TNl4rADSskI/AAAAAAAAAKs/kFPqFppTQZM/s1600/Steppenwolf_klein.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5537589896972251714" src="http://2.bp.blogspot.com/_0tJqpW_rrpM/TNl4rADSskI/AAAAAAAAAKs/kFPqFppTQZM/s320/Steppenwolf_klein.jpg" style="cursor: pointer; height: 178px; width: 250px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Dein Ausbildungsgeld steckte ich in ein Geschäft, &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Viele folgten, kaum etwas blieb davon&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Du wolltest lernen und ich machte dir Kinder&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Euer Lachen gellte mir fordernd in den Ohren&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Ich wurde ein ganzer Mann und ging den Dingen nach&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Und du bliebst an meiner Seite&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Ich habe gesoffen, gelogen, betrogen&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Geschlagen, gehurt und mich &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Mitten im Leben zum Affen gemacht&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Deine stilles Lächeln begleitete mich&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Die Kinder gingen frohgemut&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Und du bliebst an meiner Seite&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Du nanntest mich stark und roh und eisenhart&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Nahmst doch meinen Kopf an deine Schulter&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Dein Atem streichelte meinen Zorn hinweg&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Du gewährtest mir Obhut und eine offene Tür&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Den Tender stets gefüllt, die Taschen sorgfältig gepackt&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Und du bliebst an meiner Seite&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Jetzt bin ich müd und grau&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Ein wenig lahm, doch Manns genug&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Mir ins Gesicht zu lachen&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Ich muss mir und der Welt so nichts&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;So gar nichts mehr beweisen&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Ach Weib, komm her, lass mich an deiner Seite bleiben&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Deine Haut, gefaltet vom Leben und von mir&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Will ich mit meinen Händen glätten&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Jede Furche wie zum ersten Mal durchwandern&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Möchte endlich satt mich essen an dir und mir&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Ein Leben habe ich gebraucht zu verstehen:&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;An deiner Seite kann ich einfach sein und bleiben&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;(Das Foto ist von einem Könner seines Faches: Wolfgang Gschwendtner -&amp;gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;http://www.woifiart.de/wp/ )&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="color: #cccccc;"&gt;Eine der vielen, vielen Möglichkeiten:&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;strong&gt;Ach Mann&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Als die Brautwerber bei meinem Vater vorstellig wurden &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Saßt du mit Freunden in der Kneipe&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Verspieltest die Zeit, anstatt sie mir zu schenken&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Tatest beiläufig was eines Mannes Pflicht in erster Nacht&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Meine erfüllte ich still in blutlakigem Rot.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Und ich blieb an deiner Seite&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Ich wollte dich, so jung und lebensfroh&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Grenzenlos nah, in Gemeinsamkeiten wirrend&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Wie einem Freund im geheimen Garten &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Mich dir zeigen und mit dir teilen &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Gedanken, Zukünfte und Schelmereien&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Und ich blieb an deiner Seite&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Mein Ausbildungsgeld stecktest du in ein Geschäft, &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Viele folgten, kaum etwas blieb uns davon&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Ich wollte lernen und du machtest mir Kinder&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Unser Lachen verstandest du nie als Einladung&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Du schlichst dich heimlich fort so manche Nacht und Tage&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Und ich blieb an deiner Seite&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Du hast gesoffen, gelogen, betrogen&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Geschlagen, gehurt und dich &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Mitten im Leben zum Affen gemacht&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Mein stilles Lächeln erkanntest du nicht&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Die Kinder gingen frohgemut&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Und ich blieb an deiner Seite&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Ich nannte dich stark und roh und eisenhart&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Legte doch den Kopf an deine Schultern&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Gewährte uns kurz Obhut in deinem Armen&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Verschloss Wort und Traum ganz tief in mir&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Ließ dich versorgt gehen ein weiteres Mal&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Und ich blieb an deiner Seite&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Jetzt bin ich wach, auch grau dazu&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Ein wenig lahm, doch Weibs genug&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Mir ins Gesicht zu lachen&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Ich muss der Welt nichts mehr beweisen&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Nicht mehr verstreuen Schein und Glut&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Ach Mann, ich kann nicht mehr an deiner Seite schweigen &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Meine Haut, gefaltet vom Leben und von dir&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Will ich allein mit meinen Händen glätten&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Jede Furche wie zum ersten Mal durchwandern&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Möchte endlich satt mich essen am Leben und an mir&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;So viele Jahre habe ich gebraucht zu verstehen:&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;An deiner Seite, Mann, kann ich nicht einfach sein und leise bleiben&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7068562773482949589-6305225677406999287?l=altererostod.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://altererostod.blogspot.com/feeds/6305225677406999287/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2010/11/ach-weib.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/6305225677406999287'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/6305225677406999287'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2010/11/ach-weib.html' title=''/><author><name>H.M.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03771723542803715063</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='30' src='http://3.bp.blogspot.com/-JMTL5T5EesY/Tj_J3T_EInI/AAAAAAAAAfw/i3QuZYGLGUc/s220/08082011sz.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_0tJqpW_rrpM/TNl4rADSskI/AAAAAAAAAKs/kFPqFppTQZM/s72-c/Steppenwolf_klein.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7068562773482949589.post-2056190709537323951</id><published>2010-11-09T03:42:00.001-08:00</published><updated>2010-11-09T03:42:58.328-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;Endlichkeit &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sicht auf Welt, aufs eigene Leben, &lt;br /&gt;auf Vergangenes und Zukünftiges &lt;br /&gt;verändert sich in dem Maße, &lt;br /&gt;wie der Begriff der Endlichkeit &lt;br /&gt;sich langsam kauend duchs Gehirn frißt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dem Verstand schon zeitig verständlich, &lt;br /&gt;folgen Herz und Gemüt &lt;br /&gt;in Trippelschritten zögerlich, &lt;br /&gt;trip, trap, trip, trippelditrap&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7068562773482949589-2056190709537323951?l=altererostod.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://altererostod.blogspot.com/feeds/2056190709537323951/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2010/11/endlichkeit-die-sicht-auf-welt-aufs.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/2056190709537323951'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/2056190709537323951'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2010/11/endlichkeit-die-sicht-auf-welt-aufs.html' title=''/><author><name>H.M.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03771723542803715063</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='30' src='http://3.bp.blogspot.com/-JMTL5T5EesY/Tj_J3T_EInI/AAAAAAAAAfw/i3QuZYGLGUc/s220/08082011sz.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7068562773482949589.post-8374075781382517795</id><published>2010-11-09T03:38:00.000-08:00</published><updated>2010-11-09T05:13:12.528-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;Spiegeleien &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Normalerweise gehöre ich ja nicht zu der Sorte Menschen, die zu überschwänglicher Lobhudeleien neigen. Das weißt Du ja, meine Liebe.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Trotzdem möchte ich Dir jetzt, genau jetzt, in diesem Moment sagen, dass ich Dich einfach wunderbar finde!&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Einer Frau steht eine gewisse Reife zweifellos gut zu Gesicht. Darüber hinaus bin ich sogar der Meinung, dass die gereifte Weiblichkeit an sich zu denn ästhetisch hochwertigsten Gesamtkunstwerken in der Natur zu zählen ist.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Und wenn dann zu dem Alter und den unweigerlich dazu gehörigen Lebenserfahrungen auch noch ein einfach unverschämt gutes Aussehen hinzukommt, ein klassisch – weiblich gerundeter Körper, ein feminin – markantes  Gesicht mit einem bezwingenden Blick, der den Männern die Knie weich und den Schritt feucht macht, dann ist dies eine schon fast unwiderstehliche Kombination, mit der nur wenige Frauen in deiner Altersklasse gesegnet sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne jeden Zweifel gehörst Du zu dieser kleinen Gruppe Auserwählter, und das ist Dir auch klar, ich erkenne es an Deinem wissenden Lächeln.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Diese Augen, tiefgrün und strahlend, durchdringend, wie die eines Raubvogels, die kühn gezupften Brauen darüber, die weit auseinander und großzügig gerundeten Wangenknochen, welche zusammen mit dem ausladend energischen Doppelkinn einen willensstarken Charakter verraten, die klassisch streng gemeißelte Stupsnase, die, dem Volksmund das Wort redend, eine überbordende Kreativität vermuten lassen, die sinnlich geschnittenen Lippen, die sowohl Ernsthaftigkeit, als auch zügellose Wollust zu verheißen wissen, aber auch einen feinen Humor: Du bist ohne weiteres eine Weib, von dem die Männer und Frauen träumen.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Ach Liebes, ich könnte Dich stundenlang betrachten, wie ein edles Kunstwerk, wie ein seltenes Getier, wie ein Wesen aus einem fernen Universum, ohne Deines Anblickes jemals müde oder satt zu werden.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;So lege ich Dir also mein Leben und meine Liebe heute wie alle Tage wieder zu Füßen. Nimm sie in deine Hände und spiele mit ihnen, lass sie wachsen und Gedeihen unter deiner Obhut. Schenk mir dein strahlendes Lächeln und lass uns gemeinsam diesen Tag, ach was, diese Zeit und diese Welt erobern und verzaubern. Du, Du wundervoll prachtvoll gerundetes Weib mit…"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"Heidi?! Heidi, was machst du da so lange vor dem Spiegel, und mit wem sprichst du gerade?"&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Bin schon fertig. Können wir dann endlich gehen?"&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7068562773482949589-8374075781382517795?l=altererostod.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://altererostod.blogspot.com/feeds/8374075781382517795/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2010/11/spiegeleien-normalerweise-gehore-ich-ja.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/8374075781382517795'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/8374075781382517795'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2010/11/spiegeleien-normalerweise-gehore-ich-ja.html' title=''/><author><name>H.M.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03771723542803715063</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='30' src='http://3.bp.blogspot.com/-JMTL5T5EesY/Tj_J3T_EInI/AAAAAAAAAfw/i3QuZYGLGUc/s220/08082011sz.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7068562773482949589.post-3200718263450693067</id><published>2010-11-09T03:35:00.000-08:00</published><updated>2010-11-09T04:03:57.227-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_0tJqpW_rrpM/TNk4CtEym9I/AAAAAAAAAKM/Nxp0HyAIFDI/s1600/herlinde_kroelbl.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 132px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_0tJqpW_rrpM/TNk4CtEym9I/AAAAAAAAAKM/Nxp0HyAIFDI/s200/herlinde_kroelbl.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5537518835939318738" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Glut&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie steht vor dem Spiegel. Schaut sich an. Zum ersten Mal seit Jahren schaut sie sich wirklich an. Ihr Blick gleitet über die Falten in ihrem Gesicht, über die scharfen Kanten um die Mundwinkel. Streift die hängende Haut an ihrer Kehle, die leicht nach vorne gebeugten Schultern, die müde geneigten Brüste und die aufdringliche Wulst ihrer Bauchschürze. Die noch recht straffen Pobacken und ihre wohlgeformten Schenkel werden von ihren Augen gestreichelt. Sie geht in die Knie und beobachtet das Spiel ihrer Beinmuskeln. Richtet sich auf, hebt die Arme zur Seite und dreht sich hin und her. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ach, Weib! Schön bist du!“ &lt;br /&gt;Ein Lächeln erstrahlt in ihrem Gesicht und sie streckt sich die Zunge heraus:&lt;br /&gt;„Wo warst du nur die ganzen letzten Jahre? Wie konntest du dir nur so abhanden gekommen sein?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie sinkt vor dem Spiegel auf die Knie, die Arme fest um sich geschlungen. Sie weiß es ja. Erinnert sich. An die unendliche Traurigkeit, an die kalte Einsamkeit nach dem Tod des geliebten Mannes vor Jahren. An die Wochen und Monate, in denen sie sich vergrub in Tränen und Unfassbarkeit. Dann der Zorn und die Wut, die sie doch nicht nach außen tragen konnte und in sich hineinschluckte. Die Jahre, die sie wie paralysiert in geschlossenen Räumen verbrachte, verbunden mit der Wirklichkeit nur noch durch die Scheinwelt des Fernsehens. Gefangen in sich selbst, umgeben von den staubigen Attributen einer längst vergangenen, verloren Zeit. Kreiselnd in Gedanken an Alter und Tod, versinkend in Selbstmitleid und einer schreienden Sehnsucht nach dem Unmöglichen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Krank war sie damals, an Geist und Körper. Letzteren schändend durch zuviel Essen, so als könnte sie die Leere in sich füllen mit all der Schokolade und all dem ungesunden Fraß. Mauern aus Fett, hinter denen sie sich selbst verlor. Keine Luft zum Atmen. Keuchend in der Nacht, am Tage zu schwach weiter als bis zum Supermarkt zu schleichen. Sich selbst aufgebend, vom Hausarzt schon längst abgeschrieben. Ruhig gestellt mit Antidepressiva und Asthmamedikamenten. Leblos. Sich selbst nicht mehr spürend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann tauchte „Sie“ auf. Dieses kleine, rundliche Wesen. So viel jünger als sie selbst. Ein Wirbelwind, ein Bündel an Chaos und Energie. Hüpfte in ihr Leben, fiel von Jetzt auf Gleich vom Himmel und stand eines Morgens als stundenweise Hilfe vor ihrer so gut verbarrikadierten Tür. Dieses Lachen, diese Lebensfreude pur. Zuerst war sie nur sprachlos. Fühlte sich überrannt. Wollte sich zurückziehen, abwehren, raus werfen. Wie konnte dieses Wesen es wagen, so in ihr Leben zu platzen? Wie konnte dieses junge Ding sich anmaßen über ihren Schmerz einfach hinwegzuhören? Wie konnte sie sich erdreisten einfach den Fernseher auszumachen, die Vorhänge zu öffnen und die Fenster weit aufzureißen? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie zornig sie damals war. Oh ja, Anna weckte den Zorn in ihr. Ein heißes, brennendes Gefühl. Angeschrieen haben sie sich. Gestritten über Alles und Jenes. Nach einigen Wochen kam Anna jeden Tag. Nix mehr von wegen Arbeit und Betreuung. Anna tauchte zu den unmöglichsten Zeiten auf. Wollte mit ihr frühstücken morgens um sieben. Einkaufen kurz vor Ladenschluss und durch den Park laufen mitten in der Nacht. Ihr Lachen drang durch die Räume und zerfetzte die wohlige, sichere Decke der Trauer und der Einsamkeit. Eine andere Art von Atemlosigkeit breitete sich aus. Es gab keine Möglichkeit sich dagegen zu wehren. Anna ignorierte einfach jedes „Nein!“ indem sie ihre Hand schnappte und sie mit sich zog.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Nach einer Weile schleppte Anna sie ins Yoga. Provozierte sie so lange, bis sie sich auf dieser schmalen Matte wieder fand. Wie ein dickes Walross auf dem Land fühlte sie sich bei den ersten Übungen. Es schien keine Verbindung zu geben zwischen Kopf und Muskeln. Gestörte Leitungen. Ihr Körper tat nichts, aber auch gar nichts von dem, was ihr Kopf ihm befahl. Zum ersten Mal seit Jahren spürte sie, dass da irgendwas nicht stimmte, dass ihr Körper nicht mehr zu ihr gehörte. Weinend lag sie daraufhin stundenlang in den Entspannungsübungen. Tränen, millionenfach ungeweinte Tränen lösten Konten für Knoten, brannten Fettzelle um Fettzelle hinweg. Und mit jedem Schluchzer, mit jedem Seufzer, mit jedem kontrollierten Atemzug, mit jeder geschafften Übung sog sie das Leben in sich ein. Spürte, spürte sich wie nie zuvor. Sinnlichkeit, eine neue, unvermutete Sinnlichkeit breitete sich in ihr aus. Eine Tür öffnete sich und ließ sich nicht mehr schließen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Drei Jahre ist dies nun her. Anna wohnt mittlerweile in einer anderen Stadt, hat ihr Studium abgeschlossen und arbeitet nun mit Kindern. Sie telefonieren oft miteinander. Oder unterhalten sich über das Internet. Oh ja, auch dies hatte Anna ihr beigebracht. Teufelszeug, unsinniger moderner Quatsch nannte sie selbst es damals. Anna lachte nur und schaffte über Freunde einen alten PC in ihr Wohnzimmer. Bestand hartnäckig darauf, dass sie sich nächtelang damit beschäftigte.  Ohne recht zu wissen, wie ihr geschah, war sie plötzlich Besitzerin einer DSL-Leitung und betrat staunend eine neue Welt. Heute erscheint ihr der Umgang mit diesem Medium wie eine Selbstverständlichkeit. So viele neue Menschen hat sie darüber kennen gelernt. So viele Informationen in Wissen für sich verwandelt. Nein, sie möchte diese Art der Kommunikation nicht mehr missen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie erhebt sich. Wischt das Nass aus ihrem Gesicht. Lächelt sich noch einmal zu und schickt in Gedanken eine tiefe Umarmung, einen dicken Kuss zu Anna. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun muss sie sich beeilen. Rasch schlüpft sie in die schon auf dem Bett bereit gelegten Kleider. Helle Kleider in sanften Farben. Seidige Strümpfe und hohe, passende Schuhe. Sie trifft sich heute Abend mit Helmut. Helmut, den sie über einen Chat kennen gelernt hat. Der sie seit Wochen mit Worten und zugeschickten Blumen umgarnt. Der ihre Vorlieben für klassische Literatur und modernen Tanz teilt. Der ganz in der Nähe wohnt und heute Abend mit ihr zu einem Konzert einer altbekannten Rockband ausgehen wird. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihre Finger zittern ein wenig, als sie leichte Schminke auflegt. Ihr Herz klopft ihr bis zum Hals. Sollte sie nicht doch lieber absagen? Eine Erkältung vortäuschen? Überraschend aufgetauchter Besuch? Allgemeine Unpässlichkeit? Doch kaum gedacht, sieht sie vor sich die hochgezogene Augenbraue von Anna und den zu einer saftigen Bemerkung bereits gespitzten Mund. Kichernd fährt sie noch einmal mit dem Kamm durch ihre Haare, schnappt sich die Handtasche, wirft ihrem Spiegelbild noch einen lächelnden Gruß zu und eilt zur Tür.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;„ Oh ja, Anna, das Leben ist wunderschön und hört nicht auf, nur wegen einer dummen Angabe auf der Geburtsurkunde! Es ist nur eine Zahl, mehr nicht!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;(Das Bild ist aus dem wunderbaren Bildband "Starke Frauen", 1996&lt;br /&gt; von Herlinde Koelbl)&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7068562773482949589-3200718263450693067?l=altererostod.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://altererostod.blogspot.com/feeds/3200718263450693067/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2010/11/glut-sie-steht-vor-dem-spiegel.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/3200718263450693067'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/3200718263450693067'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2010/11/glut-sie-steht-vor-dem-spiegel.html' title=''/><author><name>H.M.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03771723542803715063</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='30' src='http://3.bp.blogspot.com/-JMTL5T5EesY/Tj_J3T_EInI/AAAAAAAAAfw/i3QuZYGLGUc/s220/08082011sz.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_0tJqpW_rrpM/TNk4CtEym9I/AAAAAAAAAKM/Nxp0HyAIFDI/s72-c/herlinde_kroelbl.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7068562773482949589.post-5876319621726318457</id><published>2010-11-09T03:33:00.000-08:00</published><updated>2010-11-09T03:34:11.098-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;Abschiede&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe in meinem Leben eine Menge Elend, Dreck, Leid, Schmerz und Tod in unendlich vielen Variationen gesehen, geschmeckt, gerochen, berührt. Bisher konnte ich damit umgehen, zumindest insoweit, dass ich dem Allen letztendlich einen behüteten und mit weichem, sanft versöhnlichem Licht umspielten Platz in meinen Landkarten zuordnen konnte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch jetzt scheint ein neuer Erfahrungszyklus zu beginnen. Immer mehr Menschen, die mich und die ich über Jahrzehnte begleiten, kennen, mit denen ich Abschnitte meines Lebens teilen durfte, verabschieden sich nun, mal leise, mal laut, mal stimmig, mal sich wehrend kämpfend. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das tut weh auf eine ganz neue Art und ich finde noch keinen Zugang dazu. Vielleicht, weil es mich auf einmal aus einer völlig anderen Perspektive heraus mit der unausweichlichen und letztendlich durch mich nicht kontrollierbaren Endlichkeit meines hiesigen und jetzigen Lebens konfrontiert. Und ich kann anscheinend für die Endlichkeit meines diesigen eigenen Lebens nicht mal die Verantwortung übernehmen. Och, ich schwanke darob zwischen hilflosem Zorn und tiefster Traurigkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es macht mich ganz durcheinander. Wie soll ich denn in diesem Fall die Bilder durch andere, lichtere ersetzen? Wie soll ich diese unausweichlichen Abschiede denn positiv drehen und mit hellen Farben, sanften Tönen, lieblichen Geschmack, Wohlgerüchen und zarten Berührungen einkleiden? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum ersten Mal in meinem Leben sehe ich das Ende meiner Timeline und das was ich da sehe, rieche, schmecke mag ich nicht. Noch nicht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7068562773482949589-5876319621726318457?l=altererostod.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://altererostod.blogspot.com/feeds/5876319621726318457/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2010/11/abschiede-ich-habe-in-meinem-leben-eine.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/5876319621726318457'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/5876319621726318457'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2010/11/abschiede-ich-habe-in-meinem-leben-eine.html' title=''/><author><name>H.M.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03771723542803715063</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='30' src='http://3.bp.blogspot.com/-JMTL5T5EesY/Tj_J3T_EInI/AAAAAAAAAfw/i3QuZYGLGUc/s220/08082011sz.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7068562773482949589.post-2666082161855101296</id><published>2010-11-09T03:29:00.000-08:00</published><updated>2010-11-09T03:32:45.636-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;Großvater&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Egal, was ich so lernte in all den Jahren, so sind doch zwei wesentliche Dinge in meinem Leben durch meinen Großvater grundlegend bestimmt worden: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein nicht zu erschütterndes Wohlwollen gegenüber dem männlichen Geschlecht, auch wenn es sich ab und an doch recht seltsam gebärdet. Und meine Haltung bezüglich Alter und Sinnlichkeit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Großvater heiratete noch einmal mit 60 Jahren, zum Entsetzen der gesamten Familie, eine ebenso alte, recht unbedarfte Frau. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor er dies offiziell kundtat und sie dem Familienclan vorstellte, lud er mich zu einer Audienz in seinen Garten und erkläre es mir. Nicht um sich zu rechtfertigen, sondern als ein Geschenk an mich und ein Zeichnen seiner Achtung mir gegenüber: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"Ich bin es müde, jeden Morgen alleine aufzustehen und mich zu fragen, wer mich den Tag über begleitet, meine Hand hält, meine Haut streichelt und meinen Kopf am Abend in der warmen Grotte zwischen ihren Beinen bettet. Darum werde ich diese Frau heiraten, deren Begehren sich nicht beeinträchtigen lässt durch die anwachsende Langsamkeit meiner Bewegungen, durch mein Jammern beim Klogang oder meinen ständig tränenden Augen. Die mir das Gefühl gibt, dass ich immer noch ein wunderbarer Mann bin und ein Hengst im Bett, auch wenn ich sie nur mit meinen Worten beglücke." &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich durfte die Beiden dann noch einige Jahre begleiten und goutierte die Scham und Pein diverser Familienmitglieder, wenn die beiden Alten sich in der Öffentlichkeit knutschten oder kichernd mit offensichtlicher Absicht mal schnell im Bad verschwanden. Ich lernte: Sinnlichkeit und Freude hören nicht auf mit dem Alter und, viel wichtiger: Sie hören nicht auf zu wachsen und sich lebendig zu entwickeln. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich denke, mein Vertrauen in dieses wunderbar verrückte Leben wird, nicht nur, aber auch durch diese Bilder in mir gestärkt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7068562773482949589-2666082161855101296?l=altererostod.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://altererostod.blogspot.com/feeds/2666082161855101296/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2010/11/grovater-egal-was-ich-so-lernte-in-all.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/2666082161855101296'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/2666082161855101296'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2010/11/grovater-egal-was-ich-so-lernte-in-all.html' title=''/><author><name>H.M.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03771723542803715063</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='30' src='http://3.bp.blogspot.com/-JMTL5T5EesY/Tj_J3T_EInI/AAAAAAAAAfw/i3QuZYGLGUc/s220/08082011sz.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7068562773482949589.post-4461334557358917288</id><published>2010-11-09T03:14:00.001-08:00</published><updated>2010-11-09T05:00:24.625-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;50 Jahre&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alt werden bedeutet nicht, dass Dinge einfach aufhören zu sein – es bedeutet, dass sich Dinge wandeln. Dies ist ein Prozess, kein von Jetzt auf Gleich. Bei all meinem Nachdenken über das Altwerden stelle ich doch fest, dass ich überraschenderweise ruhig und voller Vertrauen bin. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht ohne Furcht und an manchen Tagen auch nicht ohne einen rasenden Zorn ob manch zunehmender Befindlichkeitsstörung und der – aus was weiß ich für obskuren Gründen – Noch-Unfähigkeit, dies adäquat zu kommunizieren. Beispiel, und dies ist nur eines von vielen, man denke nur an die Beweglichkeit, nachlassende Ausdauer, Infektanfälligkeit, u.Ä.: Seit einigen Wochen habe ich das Gefühl, dass sich meine Augen zunehmend verschlechtern. An manchen Tagen sehe ich fast gar nichts und die vorhandenen Brillen gleichen das anstrengende permanente Zusammensetzen von verwischt visuell wahrgenommenen Zeichen nur schlecht aus. Ich stolpere, verheddere mich im Tun, kann nicht so viel und so schnell lesen wie bisher, ermüde rascher, etc. – und werde dadurch aggressiv, weil ich es – meinem Gefühl nach - nicht ausreichend, verständlich mitteilen kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und doch denke ich, dass dies ein Lernprozess ist und ich verstehen werde, dass manches sich verändern wird und ich mir, nach der Reflektion darüber und der darauf folgenden wohlwollenden Akzeptanz nur die richtigen Taktiken, Strategien des Umganges damit aneignen muss um auch daraus positive Energien zu ziehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Bezug auf meine Beziehung? Ehrlich gesagt, habe ich mir darüber noch gar keine Gedanken gemacht. Warum sollte sich aufgrund von altersbedingten Veränderungen irgendwas ändern? Liebe hat so unendlich viele Formen und Ausdrucksmöglichkeiten und sicherlich werden diese sich auch den kommenden Gegebenheiten anpassen. Ich glaube nicht, dass wir in zwanzig Jahren noch die gleichen Handlungsmuster zelebrieren und goutieren werden wie jetzt – das wäre ja mehr als bedenklich, wenn da keine Bewegung drin wäre. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oh ja, „Altern“ ist beunruhigend in manchen Momenten, weil es ein neuer Erfahrungszustand ist und wir auch noch in einer Gesellschaft leben, in der „Alter“ mit allen möglichen negativen Attributen belegt wird und es ein wenig mehr Anstrengung und Reflexion bedarf, einen eigenen Zugang, eine eigene innere Haltung dazu zu gewinnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber, es gehört zum Leben dazu wie jede andere Altersstufe auch und ist spannend, herausfordernd, lebendig und wunderschön.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7068562773482949589-4461334557358917288?l=altererostod.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://altererostod.blogspot.com/feeds/4461334557358917288/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2010/11/50-jahre-gedanken.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/4461334557358917288'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7068562773482949589/posts/default/4461334557358917288'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://altererostod.blogspot.com/2010/11/50-jahre-gedanken.html' title=''/><author><name>H.M.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03771723542803715063</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='30' src='http://3.bp.blogspot.com/-JMTL5T5EesY/Tj_J3T_EInI/AAAAAAAAAfw/i3QuZYGLGUc/s220/08082011sz.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
